Familie mit Studium oder Beruf vereinbaren

Um Kinder kümmern sich Frauen noch immer mehr als Männer. Das beschränkt die Entfaltung in Ausbildung und Beruf, solange Kinderbetreuungseinrichtungen und Teilzeitangebote nur unzureichend ausgebaut sind.

Vor Ort und im Land kümmern wir uns deshalb in erster Linie um bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote für die Hochschulangehörigen und mehr Flexibilität in den Studien- und Arbeitsbedingungen; modellhafte Initiativen laufen schon seit längerem an Fachhochschulen in Freiburg und Esslingen. Was vorrangig auf der Bundesebene zu ändern ist, etwa familienfreundliche Regelungen bei der Studienfinanzierung, treiben wir über die Bundeskonferenz der Hochschulfrauenbeauftragten voran.

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Bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote

Die Versorgung von Kinderbetreuungseinrichtungen ist in Deutschland traditionell Aufgabe der Kommunen. Dabei werden allerdings fast nur Kinder über drei Jahren aus dem jeweiligen Ort berücksichtigt. Außerdem sind die bestehenden Angebote noch viel zu oft an den herkömmlichen Kernarbeitszeiten orientiert und viel zu selten am zeitlich flexiblen Bedarf von Hochschulangehörigen und anderen Personen mit unkonventionellen Arbeitszeiten.

Geschlossen werden die Lücken bereits an einer Reihe von Hochschulen im Land durch eigene Kinderbetreuungseinrichtungen, die meist auf Betreiben engagierter Frauenbeauftragter gegründet worden sind. Dazu gehören auch einige Fachhochschulen, die relativ viele Studierende mit Kindern haben. An anderen Fachhochschul-Standorten bestehen Kooperationen mit kommunalen oder privaten Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen. Derzeit wird die Zusammenarbeit mit den Tagesmütter- oder Tageselternvereinen ausgebaut. Ziel ist ein flächendeckendes Angebot bedarfsgerechter Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

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